Gladiolen pflanzen: Anbau, Standort & Pflege

Vielerorts auf Feldern und im Garten findet man sie, die Gladiolen. Da sie sehr schön anzusehen sind, ist es kein Wunder, dass sich vielen Menschen im Garten gern Gladiolen pflanzen wollen. Diese beliebten Beet- und Sommerblumen verschönern unserer Lebensraum und sie kommen ursprünglich aus Afrika. Die Gladiolen Gattung umfasst ca. 200 Arten. Die wild vorkommenden, heimischen Siegwurzen, wie die Gladiolus palustris oder auch die Gladiolus imbricatus besitzen kaum floristischen Wert, sind eher unscheinbar und stehen an ihren Standorten in der Natur streng unter Schutz. Folgend erfahren Sie alles rund um die schönen Sommer- und Zierpflanzen, wie sie sie anbauen, pflegen und sich lange daran erfreuen können.

Gladiolen pflanzen

Gladiolen pflanzen: Anbau, Standort & Pflege auf einen Blick

Gladiolen Anbau
  • Ende April anpflanzen
  • 10-15 cm tief
  • im Abstand von 10-15 cm
  • auf Pilze prüfen
  • Standort jährlich wechseln
Gladiolen Standort
  • durchlässiger, fruchtbarer, tiefgründiger Boden
  • leichte Sandböden eignen sich gut
  • Hochbeet oder Kasten
  • viel Sonne, ausreichend Wasser
Richtige Gladiolen Pflege
  • Knollen auf Pilze überprüfen
  • ausreichend gießen
  • regelmäßig düngen
Gladiolen düngen
  • verrotteter Kompost
  • kaliumreicher Dünger
  • Hornspäne
Gladiolen ernten
  • Gladiolen sind Zierpflanzen und tragen keine Früchte
Gladiolen überwintern
  • bodennah abschneiden
  • Knollen ausgraben
  • mit Bürste reinigen
  • trocknen und mit Fungizid behandeln

Gladiolen pflanzen: Der richtige Anbau

Wie tief setzt man Gladiolen? Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gladiolen setzen? Wir schaffen Klarheit.

  1. Im Freien ist Ende April der richtige Zeitpunkt zum Einpflanzen der Zwiebel.
  2. Die Pflanztiefe entspricht dem doppelten Knollendurchmesser. Somit pflanzen Sie die Gladiolen zwischen 10 und 15 Zentimeter tief in die Erde.
  3. Bei harten Böden heben Sie das Loch etwas tiefer aus und füllen Sie den Grund mit Sand.
  4. Kleine Knollen benötigen einen Pflanzabstand von 10 cm, große Knollen von ca. 15 cm.
  5. Da Gladiolen unter einigen Pilzen leiden, empfiehlt es sich die Pflanzorte jährlich zu wechseln.
  6. Gladiolen brauchen viel Sonne, regelmäßig Feuchtigkeit und Dünger.

Optimaler Gladiolen Standort

Da Gladiolen ursprünglich aus Afrika stammen, ist natürlich ein sonniger Platz besonders wichtig. Der Boden sollte durchlässig, locker und fruchtbar sein. Auch Sandböden eignen sich. Wenn man nur schwer durchlässigen Lehmboden zur Hand hat, kann man diesen mit Kompost und Sand vermischen und ihn so aufwerten.

Richtige Gladiolen Pflege

Gladiolen mögen keine Trockenheit, regelmäßiges Gießen ist angesagt. Damit Ihre Gladiolen immer gut mit Nährstoffen versorgt sind, müssen sie regelmäßig gedüngt werden. Überschüssiges Wasser muss gut abfließen können. Harte, undurchlässige Böden können mit Kompost und Sand aufgewertet und aufgelockert werden.

Gladiolen düngen

Gladiolen brauchen natürlich auch Nährstoffe. Beginnen Sie mit dem Düngen gleich nach dem Pflanzen der Zwiebel. Für die optimalen Nährstoffe empfehlen wir Kompost, Hornspäne oder kaliumreichen Dünger. Sobald der Austrieb halb so groß ist, wie er sein soll, können Sie die Düngung bis zur Blüte alle zwei bis drei Wochen wiederholen.

Gladiolen überwintern

Sind Gladiolen eigentlich winterfest? Gladiolen können bodennah abgeschnitten, nachdem der Spross im Herbst vergilbt. Dann werden die Knollen ausgegraben, mit einer Bürste vorsichtig gereinigt und einige Tage an der Luft getrocknet. Überprüfen Sie die Knollen, trennen Sie die alten von den jungen und sortieren Sie beschädigte oder kranke Knollen aus. Achten Sie auf Pilzinfektionen und Fäule.

Gibt es einen Pilzbefall, macht es Sinn die jungen Knollen noch vor dem Einwintern mit einem Fungizid zu behandeln. Sind die Knollen dann getrocknet und in gutem Zustand, können Sie so überwintert werden.

Gladiolen schneiden

Wenn die ersten ein oder zwei Blüten offen sind, kann der Blütenstängel als Schnittblume verwendet und geschnitten werden. Schneiden Sie nicht direkt über dem Boden ab, lassen Sie vier bis fünf Blätter stehen. So können sich neue Tochterknollen bilden. Wenn die Gladiolen im Beet abblühen, schneiden Sie sie noch vor der Samenbildung zurück, das spart Energie und Nährstoffe.

Gladiolen schneiden

Wann kann man Gladiolen pflanzen?

Im Freiland wird ab Ende April gepflanzt. Die Gladiolen Knollen in der Erde überstehen in der Regel leichte Fröste, wie zum Beispiel zu den Eisheiligen. Mit diesem Pflanzzeitraum ist mit einer ordentlichen Blüte im Hoch- und Spätsommer zu rechnen.

Im Gewächshaus können Gladiolen ab März in Töpfen gezogen werden. Ausgepflanzt können die Gladiolen so in einer wöchentlichen Staffelung bis in den Juni hinein werden. Die Blütezeit verlängert sich entsprechend, oft bis in den Herbst hinein.

Wann nimmt man Gladiolen aus der Erde?

Wenn man im März beginnt die Gladiolen in Töpfen bzw. im Gewächshaus anzupflanzen, kann man sie in etwa nach einem Monat aus der Erde nehmen und im Freien verpflanzen. Achten Sie auf Fröste und die entsprechenden Temperaturen.

Sind Gladiolen Zwiebeln mehrjährig?

Bei gutem Zustand können Knollen mehrfach verwendet werden. Achten Sie unbedingt auf Pilzbefall und andere Erkrankungen und Fäule. Junge und gesunde Zwiebel können in der Regel problemlos überwintert werden.

Sind Gladiolen giftig?

Gladiolen sind im Sinne des Wortes nicht giftig. Es kann jedoch bei sensiblen Menschen zu Reizungen und Allergien kommen.

Kann man Gladiolen im Topf pflanzen?

Aber ja, im Topf im Gewächshaus oder im Innenbereich können Sie ab März gepflanzt werden. Im Innenbereich lieben Sie indirektes Sonnenlicht und ausreichend Wärme. Aber auch im Topf muss das überschüssige Wasser immer gut abfließen können, damit es nicht zur Fäule kommt.

Gladiolen im Topf pflanzen (1)

Wo kann man Gladiolen am besten kaufen?

Selbstverständlich beim lokalen Floristen, Baumarkt, aber auch online können die Gladiolen Knollen erworben werden.

Wann treiben Gladiolen aus?

Die ersten Triebe entstehen einige Wochen nach der Aussaat im März, bzw. Ende April. In voller Blüte stehen die Gladiolen dann im Sommer, bzw. Spätsommer.

Wie vermehrt man Gladiolen eigentlich?

Es ist nur die vegetative Teilung möglich, da Gladiolen fast ausschließlich Kultursorten sind. Die Knollen bilden Tochterknollen, die man ausgraben und abnehmen kann. Die Siegwurze sind wenig beeindruckend und lassen sich aussäen. Bis zur Blüte dauert es jedoch mehrere Jahre.

Krankheiten und Schädlinge bei Gladiolen

Gladiolen neigen zu Knollen- und Stängelfäule, vor allem auf feuchten, schweren Böden, bei nasskalter Witterung. Auch viele Pilzarten können die Gladiolen befallen, wie zum Beispiel Fusarium und Sclerotina. Auch bestimmte Bakterien können die Gladiolen befallen. Es wird empfohlen erkrankte Pflanzen sofort zu entfernen. Beim Einwintern sollte man die anderen Knollen einer Heilwasserbehandlung bei 53°C unterziehen. So werden mögliche Erreger abgetötet. Danach kommen die Knollen in kaltes Wasser und werden bevor sie eingelagert werden ordentlich getrocknet.

Thomas Ziegler
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